Kurze Zeittafel

10.06.1901 Gründung der ASD im Bayrischen Bierstübel des Wiener Gartens in Dresden. Die Gründungsmitglieder sind Hans Scholz, Max Petrich, Hermann Sattler, Oskar Pusch und Hans Poppe. Zu Ehrenmitgliedern werden Oscar Schuster und Prof. Rudolf Heyn (ehemaliger Rektor der TH Dresden) ernannt
26.07.1903 O. Schuster ist an der 1.Besteigung des Uschba – Südgipfels beteiligt
1907 Der erste Jahresbericht wird veröffentlicht
1911 Die Sektion richtet eine Unfallhilfsstelle am Prebischtor ein, später folgt eine weitere in Eiland, beide werden 1920 der Samariterabteilung des SBB übergeben
02.11.1914 Hans Neuber fällt in Flandern – Hans Neuber führte folgende Erstbesteigungen durch: Obere Winterbergspitze, Riegelkopf, Vorderer Verborgener Turm, Dompfeiler, Fixnadel (Tyssa), Südlicher Osterturm – Daxensteinerweg, Neuberturm (Tyssa), Dickkopf (Tyssa), Rauschenstein – Neuberweg, Clementine, Viermännerturm
08.06.1917 Oscar Schuster verstirbt in einem Internierungslager in Astrachan
1919 Kurt Beyer wird zum Professor für Technische Mechanik, Festigkeitslehre, Statik und Stahlhochbau an der TH Dresden berufen. In diesem Amt ist er bis 1951 (Unterbrechung 1945) tätig (Beyer-Bau der TU Dresden
30.01.1919 1.Sitzung der ASD nach Beendigung des 1.Weltkrieges
05.10.1919 Die Schusterplakette wird am Falkenstein angebracht, die Weihe erfolgt am 17.10.
1920 Felix Holldack wird zum Professor für Rechtswissenschaften an der TH Dresden berufen. Dieses Amt begleitet er bis zu seiner, aus rassistischen Motiven begründeten, Entlassung im Jahre 1934
1920 Oskar Pusch pachtet in den Postelwitzer Steinbrüchen eine ehemalige Schmiede. Diese stellt er der Sektion zur Verfügung. Sie erhält den Namen „Oscar-Schuster-Hütte“
1922 Die Sektion baut im Untergeschoss des „Polderhofes“ in Schellerhau eine Skiunterkunft
04.03.1922 Die ASD beschließt die Einführung des „Arierparagraphen“ in ihre Satzung
04.07.1922 Austritt aus dem SBB
10.11.1922 Rektor und Senat der TH Dresden genehmigen die geänderte Satzung
18.01.1923 Alfred Wolf und Dr. Uhlig treten wegen des „Arierparagraphen“ aus der Sektion aus
16.09.1923 Fritz Baumann stürzt beim Versuch den Wildschützenweg am Schiefen Turm zu begehen tödlich ab
16.04.1925 Die Versammlung beschließt die Umwandlung der Sektion in einen eingetragenen Verein
20.06.1926 Das neu erbaute Skiheim der Sektion (später: Puschhütte) in Schellerhau wird geweiht
1926 Die Festschrift „Oskar Schuster und sein Geist“ zum 25jährigen Bestehen der Sektion wird veröffentlicht
27.07.1926 Wiedereintritt in den SBB
11.07.1929 Die ASD übernimmt das „Felsklettern“ im Rahmen der Leibesübungen an der TH Dresden
Juli 1930 Bergsteigerkurs in den Stubaier Alpen
1935 Die Sektion löst ihre feste Bindung zur TH, um einer drohenden Auflösung zu entgehen
10.12.1936 Annahme der Mustersatzung des DAV, Streichung des Passus, dass nur Akademiker Mitglied der Sektion werden können
31.05.1941 Erstbegehung des Gipfelsprungs auf den Spitzen Turm durch Erhard Haufe – die 1.Erstbegehung eines späteren Mitgliedes der Sektion Touristik der TH Dresden
30.05.1943 1.Begehung der Teufelsturm-Talseite ohne Unterstützung durch Karlheinz Fischer
15.01.1944 Hermann Sattler – Erstbesteiger des Kreuzturmes – verstirbt in Nürnberg
15.07.1945 44.Stiftungsfest der ASD – erste Zusammenkunft nach dem 2.Weltkrieg
10.10.1945
Laut alleirtem Kontrollratsbeschluss Nr.2 sind alle faschistischen Organisationen und Einrichtungen zu liquidieren, dazu zählt auch der „NS-Reichsbund für Leibesübungen“
23.08.1946
Löschung der Dresdner Sektionen des DAV aus dem Vereinsregister, alle Hütten werden beschlagnahmt und enteignet
16.12.1950 Durch Brand (vermutlich Brandstiftung) wird die Puschhütte in Schellerhau komplett zerstört
1952
Gründung der Sektion Wintersport/Touristik an der TH Dresden. Die ersten Mitglieder sind Winfried Kind, Helmut Petschik, Manfred Schmidt und Reinhold Schneider
09.05.1952 Prof. Kurt Beyer verstirbt in Dresden
1953 Wolfgang Herberg wird für seine Verdienste um die Erschließung der Karnischen Voralpen zum Ehrenmitglied der Sektion Padua des CAI ernannt
11.08.1953 1.Begehung der Krümelkante auf den Westlichen Feldkopf  durch Werner Goltzsche
21.08.1953 Gründung des KC „Bergkameraden“ nach einer Besteigung des Teufelsturms
Jan. 1954
13 ehem. Mitglieder der ASD, darunter O.Pusch, treten als Club „Falkensteiner“ der Sektion bei
15.06.1957 Gründung des Deutschen Wander- und Bergsteigerverbandes in Dresden
Juli 1958 Diethard und Winfried Kind sind an der ersten deutschen Besteigung des Elbrus nach dem zweiten Weltkrieg beteiligt
1959 Im Heft 6/1959 von „Wintersport und Touristik“ wird über die Bergsteiger der Sektion wegen ihrer Ablehnung des Diekmannlaufes berichtet
05.02.1961 Wolfgang Schrader und Rüdiger König besteigen den Kilimandscharo
01.07.1961 60.Stiftungsfest der ASD auf der Sängerhöhe in Radebeul gemeinsam mit Mitgliedern der alten ASD und der neuen Sektion
26.03.1966 Erstmalig nutzt die Sektion die Hütte in Krippen
3./4.08.1968
1.deutsche Besteigung des „Blauen Risses“ im Bucegi durch Frank Handke, Volker Kind, Wolfram Kind und Jörg Koritz
1969
Letzter Besuch von Oskar Pusch auf der Krippener Hütte anlässlich seines 92. Gebutstages (23.08.)
08.06.1970
Oskar Pusch verstirbt in Dresden
November 1971 Nach Bildung der Bezirkstrainingsgemeinschaft Alpinistik tritt Helmut Franz als Vorsitzender der Sektion zurück, sein Amt übernimmt Wolfram Dömel
07.07.1975 Wolfram Kind, Frank Handke und Frank Martin verunglücken beim Abstieg vom Pik Kommunismus (Pamir) in einer Lawine tödlich
September 1976 Bildung der Studentenklettergruppe
12.04.1983 Letztes Treffen der Mitglieder der alten ASD
25.09.1986 Zur besseren Unterscheidung der Gruppen der Sektion bekommen diese Namen: Alte Knacker, Junge Pipel, Philister, Studenten. Gleichzeit wird eine befristete Mitgliedschaft für Studenten eingeführt
09.10.1986 Steffen Ebelt übernimmt das Amt des Sektionsleiters von Wolfram Dömel
07.11.1987 Feier zum 10jährigen Bestehen der Studentenklettergruppe
1988 Im Rahmen der Gebietsbetreuung übernehmen Gruppen der Sektion folgende Gebiete: Falkenstein, Weberschlüchte/Schwarzschlüchte, Herkulessäulen
1989 Erstmalig sind wieder offizielle Austauschfahrten in die Sowjetunion möglich
12.08.1991 Professor Siegfried Hildebrand, letzter benannter „Führer“ der Falkensteiner, verstirbt in Dresden
10.01.1991 Gründung des Akademischen Bergsteigerclubs im SBB durch Mitglieder der ehemaligen Sektion Bergsteigen der TU Dresden
September 1991
Letztes Kletterlager der Studentenklettergruppe
27.09.1992 Jubiläumsbesteigung des Falkensteins – 100 Jahre Schusterweg
05.12.1992
Wiedergründung der ASD in der Gaststätte „Freiberger Hof“ in Dresden, anwesend waren 74 stimmberechtigte Teilnehmer
1992 Horst Solbrig übernimmt das Amt des 1.Vorsitzenden
11.06.1993 Anlässlich der Hauptversammlung in Kaiserslautern wird die ASD wieder offizielle Sektion des DAV
17.08.1994 Der Kaufvertrag über die Berghütte in Krippen wird unterschrieben
1995 Beginn der umfangreichen Sanierung der Hütte
27.06.1999 Karlheinz Fischer begeht sein 60jähriges Kletterjubiläum
2002 Im Rahmen der Gebietsbetreuung im Nationalpark Sächsische Schweiz übernimmt die ASD das Gebiet um den Falkenstein
01.01.2006 Austritt aus dem Landessportbund
23.04.2006 Vorerst letzter Arbeitseinsatz zur Rekonstruktion der Hütte – nach 10 Jahren ist es geschafft

Literatur

Akademische Sektion Dresden des D. u. Ö. A. V. – Jahresbericht 1907
Beigabe: Oscar Schuster und Walther Voigt „Verzeichnis der touristischen Literatur über die Sächsische Schweiz“
Fischer, Dr. Ing. Walther (Herausgeber): Oscar Schuster und sein Geist Festschrift der Akademischen Sektion Dresden. Verlag A. Dressel, Akademische Buchhandlung
Dresden 1926

Festschrift zum 30.Stiftungsfest 1931 der Akademischen Sektion Dresden des D. u .Oe. A. V.
Emil Helle, Liebenwerda

100 Jahre Akademische Sektion Dresden. Eigenverlag Dresden 2001
Dresden, 26.02.2007
Michael Hesse