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Women only – Damex in der Aschbergbaude vom 27. bis 29.01.12
Wie alle Jahre wieder fand auch in diesem Winter unser beliebtes Winter-Damex statt. Neunzehn Frauen nahmen daran teil.
Wer glaubt es würde sich hierbei um einen Haufen schnatternder, skifahrender Weiber handeln, … der hat recht! Es soll ja Leute geben, die können entweder schnattern, oder Skifahren, wir können beides gleichzeitig und mit Erfolg.
Weil es letztes Jahr so schön war, sind wir in diesem Jahr wieder in die Jugendherberge auf dem Aschberg im Westerzgebirge gefahren, ein prima Ausgangsort für
Skilanglauftouren.
Allerdings gestaltete sich die Anfahrt wiederum schwierig, weil auf dem letzten
Kilometer zur Jugendherberge eine recht steile, enge und verschneite Straße zu überwinden ist. Schneeketten waren gefragt, Diskussionen über die Nützlichkeit von ESP entbrannten… Ja, es hat sich auch bei uns rumgesprochen, dass ESP nicht nur „Einführung in die sozialistische Produktion“ bedeutet. Geschafft haben wir es am Ende alle.
Die Herberge überraschte uns mit vielen frisch sanierten Zimmern. Kein über-den-Gang-laufen mehr bis zum Waschraum, die Schlafräume haben jetzt alle ein eigenes Bad.
Was macht man nun zwei Tage mit Langläufern auf dem Aschberg? Man fährt die Kammloipe einen Tag nach rechts, einen Tag nach links. So haben auch wir das gehandhabt. Die Kammloipe ist für unsere Zwecke prima geeignet. Der Weg ist so breit, dass immer zwei Frauen nebeneinander fahren können, um zu schwatzen und der Gegenverkehr passt trotzdem noch vorbei! Um ein wenig Abenteuer ins Spiel zu bringen, haben wir am Sonnabend einen Umweg über Carlsfeld eingebaut, der allerdings nicht bei allen Teilnehmerinnen auf Gegenliebe stieß, denn der Gedanke an den nahenden Aufstieg vergällte so mancher die Lust an der endlos langen Abfahrt. Und tatsächlich erwies sich der Aufstieg wegen seiner Steilheit, wegen des ungespurten Geländes und der gefühlten 20 quer über den Weg fließenden Bächlein, die zu überwinden waren, als anstrengend. Weiter ging es dann oberhalb des Skihangs von Carlsfeld vorbei über die Staumauer der Talsperre bis zur Gaststätte nach Weitersglashütte. Wer wollte, kehrt ein, wer nicht wollte, fuhr zurück und hängte noch einen Abstecher zur Imbissbude am Skihang von Mühlleiten ran, wo es herrlichen Eierpunsch, Winterpunsch, Glühwein usw. gab.
Am Abend saßen wir dann rotbäckig zusammen, labten uns bei Schokolade, Kuchen und Wein und kamen endlich zum Schwatzen, ohne dabei aus der Puste zu geraten. Und weil nun (fast) keine der Frauen mehr unter 40 ist, zwickte so mancher der Körper hier und da. Lang war die Liste unserer Begehrlichkeiten und lang war die Geduld von Anke Röllig, uns mit ihren physiotherapeutischen Übungen zur Seite zu stehen. Danke, Anke!
Sonntag ging es, wie gesagt, nach links. Nach dem Aufstieg zur Schneckensteinaussicht
haben wir die Kammloipe verlassen, um in einem Bogen nach Hammerbrücke zu fahren. Das Highlight des Tages war allerdings die Imbissbude, die ein Teil von uns schon am Vortag besucht hatte. Nach einer alkoholhaltigen Stärkung ging es zurück zum Aschberg, wo schon die fertig gepackten Autos auf die Heimfahrt warteten.
Da Helke und ich vom Skifahren wieder nicht genug bekommen konnten, ergänzten wir den Tag noch mit einem Abstecher nach Tschechien, bei dem – wie ich finde – wir uns einen Pluspunkt für´s Wegfinden verdient haben.
Am Ende der beiden Tage waren Bein- und Kiefermuskulatur in gutem Trainingszustand, so konnte die Heimreise angetreten werden.
Doch zuvor musste noch die Hürde des Ausparkens vor der Jugendherberge bewältigt werden. Leider erwies sich das für zwei der Teilnehmerinnen (die namentlich nicht genannt werden wollen) als schwierig. Aber der Vorteil am Frausein ist ja bekanntlich der, dass sich immer ein Mann findet, der hilfreich zur Seite steht. Hier waren es sogar zwei, so dass das Problem in Kürze bewältigt werden konnte.
Insgesamt war es wieder ein gelungenes Wochenende.
Ski heil bis zur nächsten Fahrt!
Yvonne Weidauer
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