Stand der Gespräche um die Neuregelung des Boofens

Aus gegebenem Anlass möchten wir euch über den Stand der informellen Gespräche zum Boofen informieren:

Nachdem wir Ende April 2021 zu beabsichtigten Sperrungen informiert wurden (SBB-Heft 02/21 oder Wie weiter beim Boofen?), gab es, nach halbjährlicher Pause, am 16. Dezember ein weiteres Arbeitsgespräch zwischen der AG Boofen der Bergsportverbände, dem Umweltministerium (SMEKUL) und der Nationalparkverwaltung. Dort wurde uns erstmals konkret das geplante Ticketsystem vorgestellt und unsere ersten Fragen dazu beantwortet.

Grundsätzlich stimmen wir mit dem SMEKUL überein, dass sich bei der Intensität und den Auswirkungen des Boofens auf Natur und Vogelwelt etwas verbessern muss. Im vorgestellten Ticketsystem sehen wir jedoch einige kritische Punkte bzw. Nachteile für die Felskletterer und einer damit verbundenen Umsetzung. Da wir eilige und unausgereifte Entscheidungen und deren mediale Bekundung für kontraproduktiv halten, werden wir uns zu diesen Punkten derzeit nicht äußern. Entgegen anderer Meldungen haben die Gespräche dazu erst begonnen. Auch können sie aus unserer Sicht mit dem Beginn der Neuregelung nicht abgeschlossen sein, sondern müssen in Evaluierungen mit unserer Beteiligung fortgesetzt werden.

Wir arbeiten bereits an Stellungnahmen für die Vorstände von SBB, ASD und Sektion Dresden. Bevor die rechtlichen Grundlagen zum Boofen geändert werden können, findet ohnehin ein öffentliches Beteiligungsverfahren statt. Wir werden euch informieren, wenn dies beginnt. Insgesamt hoffen wir weiter auf eine von allen Seiten akzeptierte Lösung, die auch langfristig Bestand haben kann.

Johannes Höntsch für die AG “Boofen”
05.01.2022