Pfingstfahrt 19.-21.5.2018 nach Prachau

Ausgerüstet mit geliehenen alten Kletterführern und der Datenbank von Brutscher ging es dieses Jahr zur Pfingsttour nach Prachau ins Böhmische Paradies. Der Zeltplatz Eden an der Nordseite des Sees war gut gewählt: ruhig, sauber, familiär. Da viele die weite Anreise gescheut haben, bzw. eingeschätzt haben, dass sich auf Grund der langen Anfahrt eine Stippvisite für nur einen Tag nicht lohnen würde, waren wir dieses Mal anfangs nur zu zehnt, später dann zu vierzehnt.
Bei schönstem Wetter und trockenem Fels konnten wir am Sonnabend „Kamel“ (Südweg, V) und Obelisk (Ostwand VIIb und Südtraverse VIIa) besteigen.

Sonntag waren wir mit Prachauer Nadel (SO-Weg, VIIc und Südwand RP VIIIa), Prachauer Kappe (Elegante Variante zum SO-Weg, VIIb), Gelber Nadel (O-Riss, V), Prachauer Scheibe (AW, IV), Katzenspitze (N-Weg, III) gut beschäftigt. Im richtigen Moment erschien oberhalb der Prachauer Nadel ein professionelles Fotoobjektiv: durch Glück und Zufall kamen wir zu diesem tollen Foto von uns auf Prachauer Nadel und Kappe. Vielen Dank Thomas Ermer!

Abends dann Essen wahlweise in der Zeltplatzgaststätte mit etwas angestaubtem SB-Flair oder am anderen Seeufer leckeren Langos. Der See lud morgens und abends zum Baden ein – ins gar nicht mehr so kühle Nass. Abends dann Lagerfeuer auf einem schön angelegten, mit Bedacht etwas abseits gelegenen Lagerfeuerplatz des Zeltplatzes – nach gemeinschaftlicher Feuerholzsuch- und Transportaktion.

Nach zwei intensiven Klettertagen war der Elan am Montag nicht mehr ganz so groß, zumal der „Variante über 4 Ringe“ (VIIb) am Mönch nur wenige gewachsen waren und der AW (V) am Kleinen Kapuziner dem Ruf böhmischer Einstufung mehr als gerecht wurde. Aber Südweg (IV) auf Wetternadel (Richelieu) und Südriss (III) auf den Westlichen Drachenkopf boten den immer noch Tatendurstigen lohnenswerte Ziele.