DamEx Sommer 2005

[text_box title=“20 Jahre Damex – 9 schnatternde Mädels am Mönch“ icon=““]Anlässlich des 20jährigen Bestehens von Damexorganisierten zwei „Frauen der ersten Stunde“ (Grit und Carola) in diesem Jahr eine ganze Bergwoche in der Schweiz.
2005_09_DamEx1So trafen sich also am Sonntag, 4.9.2005, neun mehr oder weniger schnatternde Mädels in Gimmelwald – mit Proviant und reichlich Flüssignahrung für mindestens einen Monat.
Als Eingehtour wählten wir den 1600 Hm-Aufstieg auf das Schilthorn, um dort bei schönstem Sonnenschein und bester Sicht die Panoramaaussicht zu genießen. Grit zeigte uns die verschiedenen Tourenziele für die nächsten Tage schon mal von oben.
Am zweiten Tag entschieden wir uns für eine Wanderung in das wildromantische Tal der Weißen Lütschine, vorbei an der Busenalp und über den einmaligen Ausblick vom Tanzboden.
Charakteristische Abendbeschäftigung (neben endlosem Essen) in der ersten Wochenhälfte war die wilde Spekulation darüber, an welchem Tag wir denn nun am besten auf den Mönch gehen sollten. Täglich sahen wir die Wolken vom Süden über den Kamm quellen, und nach Auskunft des Wetterdienstes schien der Donnerstag der geeignetste Tag zu sein, den wir dann nach langem Für und Wider auch wählten.
Als Vorgeschmack auf dieses Highlight erklommen wir den Klettersteig am Rotstock – Eiger-Nordwand-Feeling bei bester Sicherung. Vom Gipfel des Rotstockes hatten wir besten Ausblick auf den Eigerwestgrat und natürlich auch auf unseren Mönch. Auf dem Zustieg von der Kleinen Scheidegg zum Eigergletscher und Klettereinstieg hatte es uns allerdings am Morgen fast vom Weg geweht, was unseren Respekt vorm nächsten Tag sehr erhöhte – der Klettersteig selbst lag dann zum Glück im Windschatten.
Für den Aufstieg zum Mönch hatte Grit uns einen erfahrenen Mönchgänger aus ihrem Freundeskreis „organisiert“. So nahm Hans also tatsächlich das Risiko auf, mit 6 Weibern am Mönch anzutreten. Entgegen den in der Schweiz üblichen Sicherungsmethoden entschlossen sich einige von uns, nicht am kurzen Seil zu gehen. Das Gelände erwies sich als sehr wechselhaft zwischen Schneefeldern und Fels – das Felsklettern mit Steigeisen war für uns sehr gewöhnungsbedürftig. Je mehr wir uns dem Gipfel näherten, desto exponierter wurde der Grat und erforderte bei jedem Schritt größte Konzentration. Als zusätzliche Überraschung bot der Gipfel für nur ca. 8 Personen sicheren Platz. Da wir uns auf einen schwierigen Abstieg gefasst machen mussten (gleicher Weg), waren wir auf dem Gipfel alle nicht recht entspannt und machten uns nach kurzem Rundblick (unter uns war alles voller Wolken, aus denen die Spitzen der markanten Berge gut erkennbar heraus­ragten) gleich an den Rückweg. Besonders auf dem Abstieg gab uns die souveräne Art von Hans Sicherheit und moralische Unterstützung. Richtig entspannte Freude kam erst auf dem Wanderweg zum Jungfraujoch auf.
Am Freitag teilten wir uns auf Grund unserer verschiedener Interessen in drei Gruppen auf. Für drei von uns wurde die Teilnahme am Jungfraumarathon (1800 Hm von Interlaken zur Kleinen Scheidegg) zum krönenden Abschluss unserer Woche – die anderen Mädels fieberten mit und feuerten sie kräftig an.
Während der ganzen Woche hatten wir bestes Wetter und blickten von verschiedenen Seiten auf die drei Königsberge des Berner Oberlandes – Eiger – Mönch – Jungfrau.
Glücklich und zufrieden fuhren wir bei Dauerregen und zeitweise nur 50 m Sicht nach Hause.

Grit Schönherr, Carola Grundmann, Agnes Breiter, Sabine Konrad, Angela Gierke, Kerstin Tzschätzsch, Beatrice Möller, Marid Borchardt, Christine Richter

PS: Ihr wisst schon: Weil die Männer damals immer so lange bei der Wegauswahl herummehrten und sich heute die Frauen von ihrer Familie erholen und auch mal ihr eigenes Ding drehen wollen.

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